Change – Wahrnehmung unter Vorbehalt

Was du in diesem Beitrag siehst wirkt vertraut. Bilder, Worte, Stimmungen, die man kennt oder zumindest meint zu kennen. Sie erinnern an Inhalte, die täglich auftauchen, meist beiläufig konsumiert werden und doch bewusst oder unbewusst etwas in uns auslösen.

Das Projekt ist nicht dazu da, Social Media und die geteilten Inhalte grundsätzlich als schlecht einzuordnen. Es geht darum Posts zu hinterfragen. Social Media erhebt keinen Anspruch darauf ständig die Wahrheit zu zeigen. Das muss auch nicht so sein. Dennoch ist es wichtig, sich an genau das ständig zu erinnern.

Daher siehst du jetzt jeweils ein typisches Instagram Foto inklusive einer möglichen Caption als Titel und die ehrlichen Gedanken des Uploaders dazu. Ein Einblick, der eigentlich immer ausgelassen wird.

You don’t owe anyone perfection.
#BeWhoYouAre

Ich habe einen Termin beim Coach morgen. Ernährungsplan auf dem Handy. Der nächste Eingriff ist auch nur minimal.

Ich meine alles, was ich schreibe, aber doch irgendwie nicht für mich.

… Vielleicht rede ich so oft über Selbstliebe weil ich hoffe, dass sie irgendwann auch bei mir ankommt.

These nights remind me to believe in my dreams #Party #Fun

…. Ich habe lange geglaubt, dass Erfolg sich irgendwann selbst erklären würde. Vielleicht ist das der Punkt, an dem ich angefangen habe ihn nach außen zu zeigen.

Nicht aus Stolz.
Eher aus Angst.
Angst, dass der Erfolg sonst nicht zählt.

Manchmal frage ich mich ob diese Abende echte Erinnerungen sind oder doch Beweise.
… aber für wen eigentlich?

Create a life you don’t need a break from. 💼✨ #dreambig #neverstop

Online sieht es nach Mut aus.
Nach Durchhaltevermögen.
Nach „von null auf alles“.

Risiko klingt besser, wenn man weiß,
dass man weich fällt.

Ich nenne es meinen Weg.
Dabei war er längst geebnet.

Ich musste nicht kämpfen,
nur entscheiden.
Und das fühlt sich online sehr viel mutiger an, als es eigentlich war.

I didn’t need it… but now I can’t live without it! #ProductPlacement

Ich denke viel darüber nach, wie uns Dinge kontrollieren, von denen wir glauben sie zu besitzen.

Und doch ist es bequemer die Gedanken einfach wegzuschieben, wenn sie ungemütlich werden.

Vielleicht geht es gar nicht darum, immer konsequent zu sein.
Vielleicht geht es darum, ehrlich zu merken,
wo man aufgehört hat hinzusehen.

5AM. No excuses. Discipline builds freedom. ☕📈
#hustle #riseandgrind

Disziplin fühlt sich richtig an.
Fast überlegen.
Als hätte man etwas verstanden,
was andere noch nicht begriffen haben.

Früh aufzustehen, weiterzumachen,
nicht nachzulassen – das wirkt stark.
Kontrolliert. Unantastbar.

Müdigkeit dagegen klingt nach Ausrede.
Nach fehlendem Willen. Als wäre sie ein Charakterfehler und keine persönliche Grenze.

Logging off to reconnect. 🌊✨
#digitaldetox #presentmoment #mindful

Es ist ruhig.
Zu ruhig.

Ohne Scrollen wird es plötzlich lauter.
Gedanken, die sonst unter Videos verschwinden,
bleiben jetzt einfach stehen.

Vielleicht war das Handy nie das Problem.
Sondern das, was ohne es übrig bleibt.

Kein Licht auf meinem Gesicht. Kein Algorithmus, der entscheidet, was ich fühlen soll.

Nur ich. Und das ist Fremd.

Und genau deshalb darfst du nicht alles glauben, was du siehst.

Nicht, weil Menschen immer absichtlich täuschen.
Sondern weil Social Media aus Ausschnitten besteht. Aus Momenten, die gewählt wurden. Aus Bildern, die funktionieren.

Was fehlt, ist nicht die Wahrheit.
Es ist Kontext.

Dieses Projekt will keine Antworten geben.
Es soll erinnern: hinter jedem Bild steht ein Mensch. Mit Zweifeln, Widersprüchen und Tagen, die nicht geteilt werden.

Vielleicht ist Veränderung genau das.
Nicht besser zu werden als andere, sondern ehrlicher mit dem, womit wir uns vergleichen.

PS: Alle genutzten Bilder in diesem Projekt wurden mithilfe von KI in wenigen Sekunden erstellt. Sie wirken real, sind es aber nicht. Genau das macht sie so wirkungsvoll. Sie zeigt, wie leicht sich Eindrücke erzeugen lassen, die Erwartungen und Erstreben formen, ohne je real passiert zu sein.

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