Einleitung: Die Aufgabe im Religionsunterricht
Im Religionsunterricht haben wir die Aufgabe bekommen, uns über einen längeren Zeitraum bewusst mit einer Sache auseinanderzusetzen, die wir an uns selbst verändern möchten. Dabei ging es nicht darum, etwas perfekt zu machen, sondern sich selbst besser kennenzulernen und das eigene Verhalten zu reflektieren. Ich habe mich dafür entschieden, nach der Arbeit weniger Zeit am Handy zu verbringen und meine freie Zeit bewusster zu nutzen. Statt einfach nur am Handy zu sein, wollte ich mehr Dinge machen, die mir guttun, wie Zeichnen, Spazierengehen oder bewusst Zeit für mich selbst zu nehmen.
Mir ging es dabei nicht nur um Produktivität, sondern darum, meine Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen. Ich wollte lernen, den Feierabend wirklich zu genießen, anstatt ihn gedanklich als „überstanden“ abzuhaken.
Beweggründe für meine Entscheidung
Zu dieser Entscheidung bin ich gekommen, weil sich mein Alltag seit Beginn der Ausbildung stark verändert hat. Morgens gehe ich aus dem Haus, abends komme ich müde zurück. Die Zeit, die mir noch bleibt, ist begrenzt, und trotzdem habe ich sie oft unbewusst am Handy verbracht.
Nach der Arbeit fehlt mir häufig die Energie, noch etwas Aktives zu machen. Das Handy ist die einfachste Lösung: keine Vorbereitung, kein Aufwand, einfach liegen bleiben und scrollen. Genau deshalb bestand mein Abend früher oft aus:
- Social Media
- kurzen Videos
- ziellosem Scrollen
Obwohl mir klar war, dass mir das nicht guttut, habe ich dieses Verhalten lange nicht hinterfragt. Erst durch diese Aufgabe habe ich angefangen, genauer darauf zu achten, wie ich mich dabei fühle.
Der Einfluss der Ausbildung auf meine Freizeit
Die Ausbildung ist eine große Umstellung. Vorher hatte ich durch das Fachabitur mehr Freizeit und Zeit für mich selbst. Jetzt ist mein Alltag voller, strukturierter und oft anstrengender. Die freie Zeit fühlt sich begrenzt an, und ich muss bewusst entscheiden, wie ich sie nutze. Gerade dieser Unterschied hat mir gezeigt, wie ungewohnt meine aktuelle Situation ist.
Social Media und der Vergleich mit anderen
Abends am Handy vergleiche ich mich oft mit anderen, die scheinbar mehr erleben:
- Reisen
- Auslandsjahre
- viel Freizeit
- ein scheinbar entspanntes Leben
Obwohl mir bewusst ist, dass Social Media nur Ausschnitte zeigt, beeinflusst es meine Stimmung. Ich fühle mich danach manchmal leer oder habe das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, den Fokus wieder auf mich selbst zu lenken.
Erste Versuche, mein Verhalten zu ändern
Im Verlauf dieser Aufgabe habe ich versucht, mein Verhalten bewusst zu ändern. Es gelang nicht jeden Tag, besonders nach anstrengenden Arbeitstagen, aber an anderen Tagen funktionierte es gut. Ich habe gemerkt, dass Veränderung ein Prozess ist, bei dem kleine Schritte zählen.
Schon die bewusste Entscheidung, das Handy wegzulegen, hat mir das Gefühl gegeben, mehr Kontrolle über meine Freizeit zu haben und den Tag entspannter ausklingen zu lassen.
Positive Erfahrungen: Zeichnen und Spazierengehen
Besonders schön waren die Abende, an denen ich gezeichnet habe. Ich habe einfach angefangen, ohne große Erwartungen, und hatte danach das Gefühl:
- etwas für mich getan zu haben
- meine Zeit sinnvoll genutzt zu haben
- innerlich ruhiger zu sein
Das Spazierengehen hat mir ebenfalls geholfen. Nach einem langen Arbeitstag konnte ich den Kopf freibekommen und den Tag langsam abschließen. Bewegung und frische Luft haben mir gezeigt, wie wertvoll kleine Rituale für das eigene Wohlbefinden sind.
Umgang mit Rückschlägen
Natürlich gab es Tage, an denen es nicht so gut lief. Ich war zu müde oder unmotiviert und habe wieder viel Zeit am Handy verbracht. Durch diese Aufgabe habe ich gelernt, entspannter damit umzugehen. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, bewusstere Entscheidungen zu treffen und kleine Freiräume für mich zu schaffen.
Fazit: Bewusster Umgang mit der eigenen Zeit
Insgesamt hat mir diese Erfahrung gezeigt, wie wichtig es ist, sich selbst und die eigene Freizeit ernst zu nehmen. Die Ausbildung nimmt aktuell einen großen Teil meines Lebens ein, und trotzdem habe ich Einfluss darauf, wie sich meine Abende anfühlen. Kleine Entscheidungen wie Zeichnen oder Spazierengehen können einen großen Unterschied machen.
Abschließend kann ich sagen, dass mir diese Aufgabe geholfen hat, mein Verhalten besser zu reflektieren. Auch wenn das Handy weiterhin eine Versuchung bleibt, weiß ich jetzt, dass bewusste Alternativen mir helfen, ausgeglichener zu sein und meine Zeit sinnvoll zu nutzen.
Es lohnt sich, die eigene Freizeit bewusst zu schätzen und mit Aktivitäten zu füllen, die Freude bereiten, Kreativität wecken oder einfach guttun – sei es ein Hobby, ein Spaziergang oder ein Moment der Ruhe –, denn genau diese kleinen Auszeiten machen den Alltag wertvoller, schenken neue Energie und sorgen dafür, dass man den eigenen Tag entspannter und erfüllter erleben kann.
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